Pot Odds und Implied Odds: der Preis eines Calls
Pot Odds sind das Verhältnis zwischen dem aktuellen Pot und den Kosten für einen Call — der Preis, den dir der Pot bietet. Vergleiche diesen Preis mit deiner Equity und du hast eine schnelle, zuverlässige Methode, um +EV-Calls zu treffen.
Pot Odds berechnen
Der Pot beträgt 100 $ und der Gegner setzt 50 $. Du musst 50 $ callen, um 150 $ zu gewinnen, du bekommst also 3 zu 1 — du musst nur in 25 % der Fälle gewinnen, um an der Gewinnschwelle zu sein. (Call ÷ Endpot = 50 ÷ 200 = 25 %.)
Equity gegen Preis
Wenn deine Equity über dem Break-even-Prozentsatz liegt, calle. Mit einem Flush Draw (~36 % am Flop) und erforderlichen 25 % ist ein Call eindeutig profitabel. Dieser einzelne Vergleich — Equity gegen Pot Odds — löst einen großen Teil aller Poker-Entscheidungen.
Implied Odds
Implied Odds berücksichtigen die Chips, die du auf späteren Streets zu gewinnen erwartest, wenn du triffst. Eine Drawing Hand, die bei den reinen Pot Odds knapp zu kurz kommt, kann dennoch ein profitabler Call sein, wenn du ausgezahlt wirst, sobald du sie triffst — typisch bei verdeckten Draws gegen Stations.
Reverse Implied Odds
Die Kehrseite: Hände, die eine zweitbeste Hand bilden und dich mehr kosten, wenn du geschlagen bist, haben Reverse Implied Odds. Dominierte Draws und schwache Top Pairs sind die klassischen Übeltäter — sei vorsichtig, wenn du mit ihnen aus Position callst.
Wichtigste Erkenntnisse
- Pot Odds = der Preis, den der Pot bietet; rechne ihn in einen Break-even-Prozentsatz um.
- Calle, wenn deine Equity diesen Break-even-Prozentsatz übersteigt.
- Implied Odds fügen den Wert der auf späteren Streets gewonnenen Chips hinzu.
- Achte auf Reverse Implied Odds bei dominierten Händen.
Übe es, bis es Instinkt wird.
Die Theorie zu lesen ist nur der erste Schritt. GTO Groove macht daraus Wiederholungen, bis der richtige Zug automatisch sitzt.
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